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Eingereichte eigene Gedichte/Submitted Poems

 

4 Gedichte von Stephan Grossmann aus Thüringen, eingesendet am 8. April 2004

 

Allein

Ich bin allein mit meinen Gedanken,
der Verstand weist mir die störenden Schranken.
Es wäre alles perfekt, die Liebe am meisten,
nur kann unser Kopf nichts Nötiges leisten.

Wir gingen lachend durch Jahr und durch Tag,
so wie ich und einjeder die Liebe gern mag.
Durch dick und durch dünn trugen sich unsere Herzen,
nur kann unser Kopf dies alles verscherzen.

Ob die Brille nun rosa oder Wolkenzahl sieben,
die Freude und Sehnsucht bringt uns das Lieben,
genauso das Lachen, den Tag und die Lust,
doch wenn man nicht aufpasst, lebt nur noch Frust.

Zwei Menschen vereint und doch jeder allein.
Kann das die schöne Liebe sein?
Eh man sich verblickt und Hoffnung noch sieht,
Trennung singt ihr grausames Lied.

Ein Lied von Verzweiflung, von Angst und von Wut,
schon lange erloschen die liebende Glut.
Damit ist die Liebe jäh vorbei,
zwei neue Herzen sind nun entzwei.

 

Die Welt

Wer schaltet mein Denken, wer führt mein Gesicht?
Wer regelt das Leben und regiert unser Licht?
Wer tötet die Freien und gießt unsere Toten?
Die grünen, die braunen, die schwarzen und roten.

In der Mitte des Kreises jeder einzelne stehend,
über Jahre hinweg sein Ich hindurch quälend.
Verzweifelt, phlegmatisch und dumm ignorant,
berufen wir uns auf Immanuel Kant.
Auf große berühmte Dichter und Denker,
auf eloquente Richter und Lenker.

Die Einsicht wird kommen, doch liegt sie noch fern,
wir suchen vergeblich den weisenden Stern.
Denn jeder der sucht,
am Ende doch flucht.
Ideale verschwimmen und Wissen verstreicht,
irgendwann einem jeden es reicht.
Die Einsicht wird kommen, doch liegt sie noch fern
wir suchen vergeblich den leuchtenden Stern.

Mein Name ist Mensch, ich komme von hier,
früher war auch ich ein Tier.
Am Ende des Weges angelangt,
legen wir unsere helfende Hand
über alle Probleme dieser Welt,
der Drang nach "Friede" bringt uns das Geld.
Was macht uns besonders, dass wir uns erlauben,
dem Leben seinen Platz zu rauben?!
Die Einsicht wird kommen, doch liegt sie noch fern,
wir folgen verzweifelt dem irrenden Stern.

Selbstlüge

Die Wellen sind hoch, ich seh es im Spiegel,
der links an der Wand hängt nebst Pfanne und Tiegel.
Die Strömung flussabwärts, dem Ende entgegen,
willst du nicht ertrinken, sollst du dich erheben
aus dem Sog dieser Quelle
hinauf in das Helle
Paradies aus Vergessen, Verleumden, Marschieren-
inmitten des Lichts ist schön vegetieren.
Das Wasser ist klar, ich seh es am Boden,
kühle Direktheit ist außer Moden.
Kaschieren, verstecken, belügen und Mord
gefährlichen Denkens beschreibt diesen Ort.
Die Pflanzen schon tot, die Fische am sterben,
auch dieser Fluss wird Menschliches erben.

(Setzen wir voraus, der Mensch sei der Fluss, so müssen wir annehmen,
wie das klare Wasser der Spiegel unser selbst ist.)

Meine eigene Stellung erlaubt es zu klären,
mit welchen Mitteln wir uns verwehren.
Das Ziel für das Leben ist einfach und klar,
wir wollen nicht Wissen und doch ist es wahr:
Dein Dasein wird besser, dein Dasein bleibt gut,
solang deine Seele inmitten der Glut
des ewigen Feuers nicht wehrlos erlischt,
als wär sie vom menschlichen Flusse die Gischt.
Von Lösung und Mitteln wollte ich sprechen;
werd ich an meiner Selbst zerbrechen?
Nein, ich bin stark! Nein, ich bin gut!
Die Fehler zu nennen, habe ich Mut.

(Der immer wiederkehrende verzweifelte Versuch, über den Schatten unserer selbst
zu springen, erlaubt es uns beruhigt und glücklich zu leben.)

Die Lüge entlarvt und den Macher gefasst,
existiert plötzlich mehr, was du an mir hasst.
Kaum offen die Augen, sind sie schon rot,
geweint hast du viel, denn nun ist sie tot,
deine perfekt ignorante, heilige Welt,
in der Macht zählt und das Verlangen nach Geld
machte dir Sinn und brachte uns Ziele,
hatten diese Gedanken doch fortwährend viele
Indizien des Hasses auf Mitmensch und Tier-
betroffen fast alle, mit Ausnahme mir.

(Der Fluss des Vergessens, der das Ich durch diese Zeilen führt, indiziert den Hilferuf der geplagten
Seele, die das Elend erkennt aber nicht in der Lage ist, ihm aufrecht und entschieden
entgegenzutreten. Sie ist wie wir alle- vor langer Zeit gestorben!)

 

Unser Gesicht


Wie viel mag es sehen, wie viel hält es aus?
Gar schreckliche Dinge gehn'n von ihm aus.
Und doch wird es halten, solange es muss.
Es schießen Gedanken entlang wie ein Fluss,
durch unsere Köpfe, die Leben verwalten,
doch schaffen es nie, sich frei zu entfalten.
sind heller als Licht, an dem mancher zerbricht.

Wir zeigen Fassade, der Mensch steht gerade.
Entgegen Gedanken und wider Ideen,
nur bloß nie was hören, nur bloß nie was seh'n.
Und kommt unser Ende, klopft es an das Tor-
wir jammern und weinen und schluchzen im Chor.
Hat's dich erst umschlungen, dann glaubst du es nicht,
dass DU hast geschaffen dein Menschengesicht.

 

 

Gedicht von Klaudia Sentker, eingereicht am 25. Februar 2004, geschrieben am 10. März 1998

 

Kalte Steine, Schwarzes Meer so tief und weit.
Werde ich in dir ertrinken?
Werde ich die Sonne morgen spüren?
Dieser Tag geht nun zu Ende.
Er änderte nichts, denn etwas fehlte.
Was war es was ich suchte und doch nicht fand?
Wer sagt mir, wie es weiter geht?
Ob die Angst sich wieder legt?
Leg dich in den Sand und schaue in die Sterne!
Der Abend verrät dir vieles, vieles, weil du nachdenkst.
Und irgendwann muss doch etwas geschehen.

 

Hallo,

Ich heisse Lisa Bartkowiak und ich bin gerade auf die Homepage gesurft und habe gesehen, dass man seine Gedichte dort veröffentlichen kann. Ich bin 18 Jahre alt und dachte mir, dass ich es mal mit ein paar meiner Gedichte versuche.

 

I AM SURROUNDED

I am surrounded by complete darkness

And I can't see a difference between any color

I am surrounded by complete silence

And I can't hear stupid lies or empty promises

I wish the world was surrounded by complete darkness and silence.

MY DARK DESPAIR

I don't know what I could do

That would help me to stop missing you

I am here and we are apart

I try to keep the memory deep in my heart

I know there's no way to make a new start

And forgiveness would be some kind of art

That none of us was able to learn

But now it's exactly for what I yearn

My heart speaks a different language that your mind

How can this be since we're two of a kind

Wherever I look for you

You're nowhere

One light, just one light will do

End my dark dispair!

I WON'T DROP A TEAR

Today I woke to see my eyes turned green

Not blue like they used to be

They didn't speak of sadness, didn't speak of fear

Now I feel so much stronger and I won't drop a tear

Ready to forget the sorrow that left a cast in me

And if I, in my request to find my way, will stumble an be

Lost in fearful hopelessness

I will guide me on my way and finally my tears get less

It's my life that I'll reqonquer because you are not here

Yes, I feels so much stronger and I won't drop a tear.

 

Okay, das waren erstmal 3 meiner Gedichte. Das sind meine Lieblingsgedichte, obwohl ich noch eins habe, was ich hier nicht mit geschickt habe, da es sehr lang ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Gedichte gelesen und bewertet werden würden, und sie mir darüber Nachricht geben könnten.Mit freundlichen Grüßen, Lisa Bartkowiak (lisa_bb@web.de).

 

 

Zwei Gedichte von Corinna Barth aus Eggenfelden (Bayern), eigereicht am 11. Februar 2004

 

 

Fliegen

 

Ein Höhenflug durch alle Sphären,

als ob die Wünsche Wahrheit wären,

als ob das Herz den Walzertakt klopfe,

als ob nur das Glück regiere im Kopfe.

Ein Tiefflug durch die Wirklichkeit:

Realität folgt dem Traum - voller Neid.

 

 

Jemand

 

Jemand sang sein Nichts

in der Dunkelheit des Lichts.

Jemand klagte sein Verloren

bei offenen tauben Ohren.

Jemand jammerte sein Verderben

auf tausend leeren Erden.

Hörte einer diesen Jemand?

-Verstanden hat ihn Niemand.

 

 

Gedicht von Johann Neiss, eingereicht am 11. Februar 2004

 

Adresse: Johann Neiß

Kainzbauernweg 35/15

A - 4780 Schärding

( 01 043 7712 36 123

Mail : jneiss@tznetz.com

 

Die Nachricht von deinem Tod

 

Ich habe deine Schritte nicht vernommen

Noch den Atem der Nacht gespürt

Als du ausgezogen bist,

deine Pfade in die Finsternis zu schlagen

als du ausgezogen bist

ohne meine Bruderstirn

zum Abschied zu zeichnen

mit einem tröstenden Kuss

 

Die Nachricht von deinem Tod

Die Nachricht von deinem Sterben

Durchstieß mein Herz

Mit seidenen Speeren

Zerstäubte mein Blut

und hinterließ nichts in mir

nichts als eine tiefe Leere

 

Die Nachricht von deinem Tod

Traf mich mit unirdischer Gewalt

Und fegte meine Besinnung hinfort

Und riss jedes lebendige Blatt

Von meiner verwundbaren Seele

Und hinterließ nichts

als roten Tau

und tiefste Zerstörung

In den klaffenden Wunden

Meiner Wurzeln

 

Die Nachricht von deinem Tod

Säte junge Keime

In meinen brüllenden Schmerz

Und stieß flüsternde Monolithen,

flammend von ewigem Feuer,

In die weißen Schalen meiner Hände

 

Bruder,

in meiner Brust

schlummert dein zeitloses Leben

liegt das Kreuz,

ein unzerstörbares Gebet,

das jedes Sterben überdauert

das aufersteht

bei jedem Gedanken an dich

wie prachtvolle Häuser

mit goldenen Dächern

wie Elfenbeintürme

aus den blauen Lagunen

den ozeanischen Tiefen

meiner Erinnerung

in dieser großen Stadt, mein Freund

lebt deine Seele

strahlend im tausendfachen Leuchten

eines anbrechenden Tages

 

 

Zwei Gedichte von Tina Fröhlich, eingericht im Februar 2004

 

Verlegenes Glatteis

Du siehst mich an
verlegenes Glatteis
erfasst
meine zitternden Sinne
mit glühenden Wangen
auf eisigen Füßen
wie Vanilleeis mit
heißen Himbeeren
und ich segle
durch den Orkan des Lebens
in deinem Schiff
der Liebe


Dachboden der Gefühle

Du bist der Mond
der meine Schatten nimmt
die Ruhe
in meinem Sturm
der Abend davor
und der Morgen danach
Du bist der Tag und ich die Nacht
bist meine Tür
ins Regenbogenland
und bringst Leben
auf meinen verstaubten Dachboden
fast vergessener Gefühle

 

Gedichte von Josef Schenk
1200 Wien, Stromstrasse 14-16a/4/8
E-Mail: josef.schenk1@chello.at

eingereicht im Januar 2004

 

Frühling

ist Sonnenschein, ist die

Sonne auf dem Gesicht, Frühling,

das ist das Grün der Blätter

und Wiesen, Frühling ist ein blauer

Himmel für dich und für mich,

Frühling ist die Antwort auf

Vorfrühling, das Warten

auf den Sommer, Frühling kann

alles sein, auch einschlafen und

nicht mehr erwachen, wie

bei der Mutter.

5.4.95

 

Durch deine Augen

 

Durch deine Augen gehen. Ohne

Hast. Mit kleinen Schritten

durch deine Augen gehen.

Nicht bis ans Ende,

und auch nicht von Anfang an.

Nur einen Augenblick,

als Sonnenstrahl,

mit lachendem Gesicht,

durch deine Augen gehen.

 

21.5.97


September Song

 

Nichts,

nichts weiter,

nur die Stille,

das Schweigen.

 

Nichts,

nichts weiter,

nur das Sonnenlicht

auf dem Wasser,

die Toten,

die winkend vorüber ziehen.

 

Nichts,

nichts weiter,

nur das Rauschen der Blätter,

der nahe Herbst

 

6.9.01

 


 

Strom der Zeit

 

Lautlos schreiten

die Gedanken.

Augen und Hände,

Worte der Liebe,

der Schatten des Todes

auf deinem Gesicht,

verschwunden

im Strom der Zeit.

 

1.6

 

 

 

 

 

Name: Thomas Rackwitz Pseudonym: Savour Dymâr 

e-mail Adresse: ThomasR81@gmx.de Homepage: http://seal.de.cx oder http://25823.rapidforum.com

Eigene Gedichte eingereicht am 27. Oktober 2003

 

Mondlicht 

Das Licht jener Abende funkelt,
es leuchtet am schattigen Quell, 
wie glänzendes Silber, 
so hell und bis es sich wieder verdunkelt,

wirft es noch die treusten Gebärden,
in jene Idylle hinein 
und streichelt so manches Gestein.
Ich glaube es herrscht dann auf Erden,

ein ruhendes seliges Schweigen,
ein Staunen um Ohnmacht und Halt, 
ein Rühren in jeder Gestalt,
wenn es denn versinkt in den Zweigen.

 

Poems by Helena Eklund, Uppsala, Sweden                        May 2003

 

Vägval
Då var jag säker på att det var rätt,
tänkte det finns inget annat sätt.
Nu när jag saknar det jag inte har
undrar jag, skulle jag ha stannat kvar?

TANKA
Sydafrika 2002
Ljudet av vågskvalp
vid foten av ett stort berg.
Lång resa ligger
framför mig nu och sedan
korsa Karoo, byta land.

HAIKU
Vilse
Här tar vägen slut
blir till två att välja på.
Var väntar vargen?